Auf dem Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack.

Wegemarkierung des Pilgerwegs Berlin - Bad WilsnackMoni, meine Mitpilgerin aus dem Sommer 2007, die ich in Leipzig auf dem ökumenischen Pilgerweg getroffen habe, und ich, haben beschlossen über Ostern 2008 auf dem Wilsnacker Weg zu pilgern. Eine weitere Pilgerin möchte sich mit anschliessen.
Frühzeitig haben wir mit der Planung begonnen: Der Reise- und Pilgerführer Brandenburg: Auf den Spuren des mittelalterlichen Pilgerwegs Berlin-Wilsnack (OutdoorHandbuch) von Rainer Oefelein ist unsere Planungsgrundlage. Wir legen Anfahrt und Wegstrecken fest. Wir wollen ab Linum pilgern. Um den ganzen Weg zu Ende zu gehen, würde die Zeit über die Osterfeiertage nicht ausreichen.

Anreise mit dem Auto aus Berlin.
Da dieser Pilgerweg heutzutage nicht mehr so frequentiert ist, wie noch im Spätmittelalter, telefoniert meine Mitpilgerin die im Reiseführer genannten Unterkünfte ab und plant so unsere Pilgerroute. Wir denken, dass dies wichtig ist, in der zu erwartenden fast menschenleeren Brandenburger Landschaft. Ausserdem ist die Witterung noch noch sehr unbeständig, Schnee und Regen könnten durchaus unsere ständigen Begleiter sein. Obwohl es uns widerstrebt, feste Planungen, die über den Zielort hinausgehen, zu machen, ist es notwendig. Und bietet für Weiteres einen Vorteil: Wir können komplett ohne Isomatte und Schlafsack auskommen! Das spart Packvolumen und dieses kann mit warmer und extra regenfester Kleidung gefällt werden. Unsere Etappenplaung sieht nun wie folgt aus: Linum-Protzen-Wusterhausen-Göricke-Wilsnack, vier Tage also.

Wintereinbruch.
Wir fiebern den Osterfeiertagen entgegen und studieren jeden Tag die Wetterberichte und Voraussagen. Die Mitpilgerin, die sich uns anschliessen möchte, hält sich noch die Option offen, bei Schneefall Ski zu fahren, aber nicht auf dem Wilsnacker Weg, sondern in Sachsen. Und so kommt es. Schnee und Schneeregen haben sich angekündigt. Gründonnerstag wird es eisig, es regnet und es schneit. So sind wir nur noch zu zweit.

Gründonnerstag soll es los gehen.
Regenbogen_linumNach unserer Planung wollen wir Gründonnerstag schon in den Norden Berlin fahren, dort übernachten und in aller Frühe nach Linum fahren, um dort unseren Pilgerweg zu beginnen. Doch eine zweite Tatsache macht diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung: Der Strich des Fieberthermometers! Moni ist erkältet und damit auch entkräftet. Mit einer Fiebererkältung vier Tage durch den Schneeregen zu laufen ist nicht jedermanns und “jeder Fraus” Sache und auch überhaupt nicht empfehlenswert.
Was tun? Wir beschliessen am Karfreitag direkt mit dem Auto nach Protzen, unserer erster Herberge, zu fahren. Ich werde dann den ersten Tag bis nach Wusterhausen alleine pilgern, Moni mit dem Auto vorausfahren, um sich zu schonen. So machen wir es. Gegen Nachmittag fahren wir in Berlin auf die Autobahn in Richtung Rostock nach Linum. Wir wollen uns Linum zumindest anschauen. Erst gegen Nachmittag werden wir ja in Protzen erwartet.

TIPP:
Den Infoflyer “Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack – Auf historischen Wegen in die Prignitz” mit einer grossen, übersichtlichen Wegeskizze und Kurzinfos zum Verlauf Berlin – Bötzow – Flatow -Linum – Hakenberg – Tarmow – Fehrbellin – Protzen – Manker – Garz – Barsikow – Metzelthin – Wusterhausen – Kyritz - Rehfeld -Berlitt – Barenthin – Görike – Söllenthin – Klein Leppin – Groß Leppin – PlattenburgBad Wilsnack können Sie beim Förderverein “Wunderblut”-Kirche und beim Fremdenverkehrs- und Kulturverein Prignitz bestellen.

Dieser Wegeflyer ist sehr hilfreich für die Planung und unterwegs!

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Büchertipp zum Pilgerweg:
Pilgerwanderung nach Bad Wilsnack

Auf den Spuren des mittelalterlichen Pilgerwegs Berlin-Wilsnack (Broschiert)
von Rainer Oefelein (Autor)

Lies mehr über die Wunderblutkirche…

Mehr Infos:
Bildergalerie meiner Pilgerreise nach Wilsnack

Von der Plattenburg nach Bad Wilsnack – Fotos

Taverna Obscura auf der Plattenburg

Die Beschreibung des Wilsnacker Weges

Pilgerwanderung nach Wilsnack in mittelalterlicher Gewandung des Trivium Bernau

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About Christian

"Leuchten sollst'e, leuchten!" sprach es zu mir auf dem Weg nach Naumburg. Seit 2007 pilgere ich auf Jakobswegen, entdecke und erlebe europäische Geschichte. Als evangelischer Christ interessiert mich die Zeit vor der Reformation, speziell das Spätmittelalter um 1400. Dazu entwickele ich mich zu einem mittelalterlich gekleideten Pilger dieser Zeit.