Archive for September, 2007

  • Ich bin wieder hergestellt, aber noch nicht ganz genesen. Doch ich bin auf dem Pilgerweg. Und nicht auf einer Kur. Und das bedeutet, in Bewegung bleiben. So oder so. Ich...

    9. Tag. Ich gehe weiter bis nach Zeithain.

    Ich bin wieder hergestellt, aber noch nicht ganz genesen. Doch ich bin auf dem Pilgerweg. Und nicht auf einer Kur. Und das bedeutet, in Bewegung bleiben. So oder so. Ich...

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  • Frau Zenker kommt herunter, öffnet die Tür und begrüsst mich herzlich. Wir gehen herüber zur Herberge. Sie schliesst die schwere Eingangstür auf und erklärt mir dabei den Schliessmechanismus und die...

    7. + 8. Tag. Angekommen in Großenhain. Ich bleibe hier.

    Frau Zenker kommt herunter, öffnet die Tür und begrüsst mich herzlich. Wir gehen herüber zur Herberge. Sie schliesst die schwere Eingangstür auf und erklärt mir dabei den Schliessmechanismus und die...

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  • 7. Tag. Tauscha, Schönfeld, Großenhain. Ich wachse über mich hinaus.

    Während ich schon schlafe, kommt das Pilgerpaar ins Zimmer. Sie waren wohl auch noch auf dem Marktplatz in Königsbrück im Restaurant "Zum Italiener". Gegen 7.00 Uhr werde ich wach, die anderen beiden auch. "Guten Morgen", Guten Morgen!", "Guten Morgen." Wir begrüssen und machen uns bekannt. Marina und Uwe aus Dresden haben heute mit mir in der Herberge der Familie Schlotterbeck in Königbrück übernachtet.

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  • 6. Tag. Und Tschüss, armes Haus. Wow, Pilgerstadt Königsbrück!

    Gegen 6.30 wache ich auf. Meine Pilgerbekanntschaft Anika auch. Sie geht schon ins "Bad". "Ladies first!", denke ich und sinniere während des Aufwachens über unsere Luxusherberge. Ich glaube, Anika hat heute nacht ein wenig gefroren, da sie den Schlafsack in Bautzen per Post nach Hause geschickt hat. Meistens sind in den Herbergen genug Decken zur freien Verfügung, hier natürlich nicht.

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  • 5. Tag. Wir gehen in Klausur: Anika ist im Glück. Ich habe eine Pflaumenkuchen-Fata Morgana

    Wir stehen zeitig auf, es ist Sonntag und uns ist ein Pilgerfrühstück versprochen. Das ist nicht nur spannend, sondern auch wichtig, da unsere persönlichen Essensvorräte aufgebraucht und die Läden geschlossen sind. Bereits um halb acht stehen wir beide, mit Sack und Pack vor der offenen Wehrtür eines Raumes am Südflügel der Klausur.

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  • 4. Tag. Auf den Spuren der Via Regia. “Ciao Schwester R., Grüssgott ehrwürdige Schwestern!”

    Ich solle ausschlafen, rät mir Schwester Renate. Mir Zeit lassen, am Morgen. Die Familie Mitzscherling fährt in der Frühe los, in den Urlaub. Schwester Renate ist Krankenschwester im Krankenhaus in Bautzen. Und sie ist hier bereits im Urlaub, auf jeden Fall diese Woche. Deswegen ist sie jetzt meine Herbergsmutter, "Herbergsschwester passt besser", denke ich. Obwohl wir bis in die Nacht gequatscht und gefeiert haben, ist sie bereits früh auf. Denn sie hat viel zu tun. Die Familie verabschieden und die Herbergstiere, Ziegen, Kühe und Gepflügel kennenlernen, füttern und melken. Deswegen kann ich ausschlafen.

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  • 3. Tag. Hinter den Toren der Stadt Bautzen. Die Herberge Familie Mitzscherling.

    "Ich habe es wieder geschafft! Bin geschafft." Der pilgernde Schornsteinfeger ist angekommen. Auch wenn ich mich wiederhole, - ich werde mich wahrscheinlich öfter in diesen Momenten, werter Leser, wiederholen. Denn, dieses Ankommen ist so grossartig, die Gefühle und die Freude so grandios, dass ich es nicht oft genug erzählen kann. Und was ich Dir erzählen kann, ist leider nur ein Bruchteil dessen, was ich in den Momenten der Ankunft erlebe und fühle.

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  • Was habe ich gut geschlafen diese Nacht! Tief und fest und voller Traumgeschichten. Anika hat, wie ich am Morgen erfahre, die halbe Nacht Tagebuch geschrieben. Wir frühstücken alle gemeinsam, wie...

    3. Tag. Bautzen. Stadt der Türme und der roten Kirchen.

    Was habe ich gut geschlafen diese Nacht! Tief und fest und voller Traumgeschichten. Anika hat, wie ich am Morgen erfahre, die halbe Nacht Tagebuch geschrieben. Wir frühstücken alle gemeinsam, wie...

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  • 2. Tag. Auf dem Weg nach Bautzen. Die Herberge in Neubelgern.

    "Die Pilger kommen, die Pilger kommen!", welch ein angenehmer Empfang. Es schien, als würde hinter irgendwelchen unsichtbaren Kulissen, Bewegung entstehen, die Nachricht unserer Ankunft wie ein Lauffeuer verbreitet. Ein Prozess in Bewegung gebracht, der nicht gesehen, aber wahrgenommen werden konnte, einzig mit dem Ziel, uns Pilger willkommen zu heissen. Auf einem parallelen Weg, hinter den Gebäuden, der Hecken und der Bäume, sehe ich Leute huschen und Ausschau halten. Ich sehe das Herbergs- und das Jakobspilgerzeichen und mir fällt eine grosse Last ab!

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