Fast jedes Wochenende durchforste ich das Internet nach Themen, die irgendwie mit dem Pilgern auf Jakobswegen in Zusammenhang gebracht werden können. Meine Lesezeichensammlung erweitert sich damit stetig. Nicht alles ist wirklich interessant, manches ist gar doppelt und dreifach vorhanden und kopiert, manche Webseiten sind total unleserlich oder gar nicht mehr vorhanden.
Die besten Verweise zu anderen Pilgerseiten, seien es Erfahrungsberichte, Beschreibungen von Wegen, Hintergrundinformationen oder Buchempfehlungen nehme ich in mein Verweisverzeichnis hier in meinem Pilgerblog mit auf. Die aktuellsten findet Ihr in der mittleren Spalte. Aber dies sind gewiss nicht alle. Da bietet sich die Suchfunktion an, die auch ältere, aber nicht minder interessante Links zu Tage fördert.
Gerade bei Seiten, die Erfahrungsberichte enthalten, setzt bei mir oft Ernüchterung ein. Viele wurden aufwändig begonnen, versanden dann aber irgendwann im Nirgendwo. Schade. Ich hoffe, dass die Pilger dieser Seiten, nicht von ihrem Weg abgekommen sind…!
Ich werde ab jetzt, in regelmässig unregelmässigen Zeitabständen von meinen Fundstücken berichten.
Was habe ich heute?
Na, heute bin ich über das alte Kinderlied “Bruder Jakob” gestolpert und habe mich an Kindertage erinnert. Dieses Lied haben wir regelmässig, bestimmt bis zur sechsten Klasse der Grundschule, aber auch später auf der Ev. Schule im Kanon gesungen. Ich hatte es nie so richtig verstanden. “Bruder Jakob, schläfst Du noch, hörst Du nicht die Glocken? Ding dang dong, ding dang dong.” Jetzt geht mir ein Licht auf! Es handelt von einem Jakobspilger, der ein wenig gemütlich ist, gerne länger schläft und nicht rechtzeitig die Herberge verlässt, um seinen Weg fortzusetzen. Vielleicht war er aber nur genauso, wie ich in Großenhain, nur ein wenig erschöpft und hat es genossen, einen zweiten Tag in der Herberge zu verbringen, um sich zu erholen? Kann doch sein?
Das Liedchen, das sehr eingängig ist und gerne von Schulkindern gesungen wurde, ist in unzähligen Sprachen überliefert. Sogar in Chinesisch, Albanisch, Tamil, Vietnamnesisch und last, but not least in Türkisch! Ich bin regelrecht erstaunt, wie das Jakobspilgern bei uns kulturell verankert und überliefert ist. Doch ich frage mich, wird es von den Kindern heute auch noch in der Schule gesungen? Oder aus Gründen der “Politischen Korrektheit” nicht mehr? Wer etwas darüber zu berichten weiss, kann mir gerne schreiben: jakobspilger@ickglobditnich.de
“Bruder Jakob, Bruder Jakob,
Schläfst du noch? Schläfst du noch?
||: Hörst du nicht die Glocken? :||
Ding dang dong, ding dang dong.”

Was habe ich heute noch gefunden?
Das Spiel zum Jakobsweg. Ein Brettspiel.
Das Spiel El Peregrino entführt Dich zu einer Pilgerreise auf dem Camino Francés ? dem Jakobsweg mit größter künstlerischer, historischer und kultureller Bedeutung. Wie ich der Webseite entnehmen kann, ist es hochwertig aufgemacht und liefert Hintergrundwissen zum Jakobsweg. Das klingt nicht nur interessant, sondern sieht auch gut aus. Wer das Spiel schon kennt und sein Eigen nennt, kann mir gerne darüber berichten. Wer es es noch nicht kennt, hier geht es zur Webseite des Spiels: www.el-peregrino.de
[CMS]
Quelleninformation:
Bild und Melodie und französischer Text des Kanons Fr?re Jacques: urheberrechtlich freies Volkslied.
Bilder des jugendlichen Jakobspilgers und Screenshot der Webseite www.el-peregrino.de: El Peregrino, ein Service der Innovatum AG, Bauerstraße 8, 80796 München.

Habe mir gerade ein wunderbares, soeben erst erschienenes Buch über eine Radpilgerschaft gekauft. Ein sehr persönlicher und die Seele berührender Reisebericht. Falls es euch interessiert, hier mal die Titelangabe und der Umschlagtext:
Moni Bruckner
Santiago, wir kommen!
Zwei Radpilger aus Baden-Württemberg auf den Spuren des Sankt Jakobus
212 Seiten, mit 45 Schwarzweiß- und 8 Farbabbildungen, broschiert EUR 14,90
ISBN 9783744802597
Mit dem Mountainbike und dem Rucksack auf dem Rücken sich gemeinsam als Pilger auf den Jakobsweg aufzumachen – noch dazu als »älteres« Ehepaar – das ist für viele undenkbar. Mein Mann und ich haben es geschafft, wir sind von der Haustüre weg bis nach Santiago de Compostela geradelt. Und wir sind immer noch glücklich verheiratet! Über 2.700 Kilometer haben wir miteinander erlebt, unendlich viele Herausforderungen gemeinsam gemeistert, sind in eine eindrucksvolle Historie eingetaucht, haben gemeinsam Gottes herrliche Natur erfahren, die bestückt ist mit unzähligen Steigungen und Herausforderungen – einfach ein fantastisches, himmlisches Erlebnis …
Hallo Ilse! Ich bin Deiner Empfehlung gefolgt und habe das Buch gekauft. Schon nach dem ersten flüchtigen Querlesen habe ich einen wunderbaren Eindruck gewonnen. Herzlichen Dank für den Tipp! Jetzt mache ich mich an die Lektüre…
Am 26. Juni 2011 wurde in Bergen auf Rügen die erste Pilgerherberge der Insel Rügen eingeweiht. Die Route von Sassnitz-Mukran nach Stralsund ist leider noch nicht markiert, aber es soll ein einheitliches Leitsystem für Wanderer und Radfahrer installiert werden. Dann kann es auch mit der Ausschilderung des Pilgerweges losgehen.
Zur Zeit gibt es noch keine Pilgerunterkünfte im Bereich Südrügen/Südwestrügen.
Den Linkverweis http://www.pilgerroute.com nehme ich in meine Sammlung mit auf. Sieht ganz gut aus, ansprechend gemacht, das Begleitmaterial. Mal sehen, ob sich die deutsche Seite auch noch entwickelt…!
Wer die Entwicklung von Pilgerwegen, samt Einrichtung von Pilgerherbergen und den direkten und indirekten Auswirkungen auf die Region nicht versteht, hat die Welt verpennt…! Oder?
Hi Christian,
aus unserer Tageszeitung erfuhr ich, daß jetzt ein ‘neuer’ Pilgerweg ins Leben gerufen wurde, der von Vejen/Dänemark bis nach Rendsburg in Schleswig-Holstein führt. Als Route wird der altbekannte “Ochsenweg” zu Grunde gelegt. Für mich stellt er sich allerdings nur auf dänischer Seite als wirkliche Pilgerroute dar. Die Dänen haben am Weg Schutzhütten errichtet, sowie Pilger-Herbergen eingerichtet, in denen man für 60 Dänische Kronen (ca. 8 Euro) übernachten kann. Auf deutscher Seite ist leider nichts dergleichen vorhanden, zum Übernachten ist man auf teure Hotels angewiesen, daher ist diese Pilgerroute (zumindest auf deutscher Seite) nur ein Wanderweg für gut betuchte Mitbürger. Schade.
Nähere Informationen gibt es auf http://www.pilgerroute.com
Herzliche Grüße von Joachim