Ich habe in Leipzig auf SpOn einen Bericht zum Verbleib der zweiten deutschen Geisel in Afghanistan gelesen. Am nächsten Tag sind meine Mitpilgerin Moni und ich, verirrt im ehemaligen Braunkohletagebau im Geiseltal.
Wir sprechen einen Einheimischen an:
“Sagen Sie mal, wir glauben, wir haben uns verlaufen, wir können die Geisel nicht finden. Weder in unserem Pilgerführer, noch auf der Karte!”
“Die Geisel? Die hamse mehrfach umgelegt!”
Der gleiche Bürger auf die Frage, wohin der Feldweg mit der einseitigen Baumreihe denn führe:
“Sehnse da? Da ist das Wasserkraftwerk!”
Wir schauen bis zum Horizont und noch weiter und sehen, -nichts.
“Das haben wir vor 10 Jahren abgerissen, da gehen sie dann rechts, da kommt dann der Aldi, wo die Leute immer die Getränke kaufen. Sie wissen schon!”
In Dahlen fragte ich auf dem Marktplatz erst die Kinder, dann die Eltern einer Familie nach dem Weg zur Pension-Linden in der Weststrasse:
“Ja, die ist da, wo die alte Schule ist!”
Ich: “Die alte Schule? Ich weiss auch nicht wo die alte Schule ist.”
“Na, nahe am Bahnhof!”
Ich: “Achso!”
Meine Mitpilgerin Moni spricht eine Einheimische an und fragt nach dem Weg:
Antwort: “Ja. Na, ich weiss nicht, ob ich Ihnen das sagen darf…!”
[Warum nicht?
...weil, Sie haben ja einen Rucksack auf.
...weil ich ja auch erst 39 Jahre in diesem Dorf lebe.
...Sie sind doch zu zweit.
...Weil die Sonne scheint.
...Sie sind ja nicht von hier...!]
“Der Weg ist das Ziel!”
Ich: Niemals. Grrrr!
wird fortgesetzt…
Andere Zitate, die mir in Erinnerung geblieben sind:
“Wir nannten es unser Feld, aber es war nicht unser Feld. Aber wir holten schon immer die Kartoffeln (Rüben???) dort.” (Danke Bernd!)
“Rübendiebin! Rübe ab!”
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